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WKF Kata Regeln

Disqualifikation

Ein Wettkämpfer/Team kann u.a. aus folgenden Gründen disqualifiziert werden:
a. Darbietung der falschen Kata oder Ansage der falschen Kata

b. Eine deutliche Pause oder Unterbrechung in der Kata-Darbietung

c. Beeinträchtigung der Kampfrichtertätigkeit (z.B. Kampfrichter muss aus Sicherheitsgründen ausweichen oder Körperkontakt mit einem Kampfrichter)

d. Herunterfallen des Gürtels während der Kata-Darbietung

e. Überschreiten der Gesamtzeit von 5 Minuten für Bunkai und Kata bei Team-Begegnungen

f. Fehlende Verbeugung vor oder nach der Kata Darbietung (Team mit Bunkai – Fehlende Verbeugung vor der Kata und nach der Bunkai Darbietung)

g. Missachten der Anweisungen des Hauptkampfrichters oder anderes Fehlverhalten

h. Beinscheren Techniken zum Hals in der Bunkai

Fouls

Die folgenden Fouls müssen bei der Bewertung berücksichtigt werden:
a. Geringfügiger Gleichgewichtsverlust

b. Falsche oder unvollständige Ausführung einer Bewegung

c. Asynchrone Bewegung, schlechtes Timing bei einer Bewegung oder im Team das Fehlen von Synchronisation bei einer Bewegung

d. Verwendung akustischer Signale oder theatralischer Elemente, wie z.B. Aufstampfen, Schlagen gegen den Gi, die Arme oder die Brust sowie unangemessene Atmung (wird als ernstes Foul bewertet – gleichwertig mit der Bestrafung eines vorübergehenden Gleichgewichtsverlustes)

e. Zeitverschwenden, einschließlich ausgedehntes Einmarschieren, übertriebene Verbeugungen oder ausgedehnte Pausen vor Beginn der Darbietung

f. Verursachen von Verletzungen durch mangelnde Kontrolle bei der Bunkai

g. Sich-Lösen des Gürtels, so dass er während der Darbietung von den Hüften rutscht.

Uwe Portugall – Landeskampfrichterreferent KDNW


KANAZAVA (geb. 3. Mai 1931, Japan) war einer der bedeutendsten
Karate-Persönlichkeiten der Welt.

Hirokazu Kanazawa sagte:
„Manche Menschen reden heute von
»Geschwindigkeits-Karate«.
Ich weiß nicht, was das ist.
Wirkliches Karate ist Konzentration
auf seine Tiefe und nicht auf seine Form.

Als KANAZAWA und ENOEDA, Higa Yilchoku (Okinava)
um Unterricht baten, nahm er Kanazawa an und
verweigerte Enoeda den Unterricht: » … er hat
eine zu gewalttätige Veranlagung.«

Bis ins hohe Alter bereiste Kanazawa Jahr für Jahr die Welt, um sein Karate zu unterrichten. ( Japan; † 8. Dezember 2019)


Yumiya no michi (jap):
Weg des Bogenschießens.


Die Takushoku Universität…*

… besuchten bedeutende Karateka:
Tetsuhiko Asai (1935–2006)
Keinosuke Enoeda (1935–2003)
Hirokazu Kanazawa (1931–2019)
Masao Kawasoe ( 1945)
Nagai Akio ( 1942)
Masatoshi Nakayama (1913–1987)
Hidetaka Nishiyama (1928–2008)
Hideo Ochi ( 1940)
Masutatsu Ōyama (1923–1994)
Funakoshi unterichtet ab 1927 an der Takushoku Universität Karate.
Nakayama begann an der Takushoku Universität Konzepte für Wettkampf-Karate zu entwickeln

*Japan schickte eigens für die Kolonialisierung fremder Völker ausgebildete Experten (z. B. die Takushoku-Universität bildete dafür aus) in die Mandschurei, um den Kolonialisierungsprozeß voranzutreiben.


Hoitsugan dojo

1972 richtete Nakayama mit Hilfe eines seiner Studenten, Hirokazu Kanazawa, ein persönliches Dojo, in Tokio, im Untergeschoss seines Wohnhauses ein und nannte es „Hoitsugan“. Karateschüler die außerhalb Japans kamen, lebten und trainierten in diesem Dojo.

Mikazuki geri – Halbmondfußtritt

als Angriff ähnelt dem Mawashi geri. Der Unterschied besteht darin, daß im Mikazuki geri das Knie vorher nicht angewinkelt wird und daß der Fuß in einer halbmondförrnigen Kurve direkt ins Ziel stößt.

Im Mikazuki geri ist es wichtig, daß die Hüften frontal zum Ziel bleiben, da im gegenteiligen Fall die Technik an Schnelligkeit einbüßt und das Gleichgewicht verlorengeht.


Gyaku mikazuki geri – umgekehrter Halbmondfußtritt (auch Sokuto mikazuki oder auch Uchi mikazuki geri bzw. Ura mikazuki geri)